HelpAlliance Aktuelles
Leona: „Gut angelaufen, aber noch viel zu tun“
Im Juli 2006 öffnete es seine Pforten – im Februar hat Rita Diop das Straßenkinder- und Ausbildungszentrum in Leona (Senegal) erstmals wieder besucht. Vor Ort überzeugte sich die Help-Alliance-Vorsitzende von den Aktivitäten im Zentrum. Ihre Zwischenbilanz fällt positiv aus. „Das Projekt ist gut angelaufen; trotzdem gibt es aber noch Einiges zu tun“, sagt die Lufthanseatin. Das Zentrum ist komplett mit Zuwendungen der HelpAlliance finanziert worden.
„Die Reise war spannend. In dem zweistöckigen Gebäude laufen die Aktivitäten auf Hochtouren“, berichtete Rita Diop nach ihrer Rückkehr aus dem westafrikanischen Staat. Die Resonanz auf das Straßenkinder- und Ausbildungszentrum sei überwältigend, so die Help-Alliance-Vorsitzende: „65 Jungs und Mädchen im Vorschulalter freuen sich über den ersten Kindergarten im Viertel, den ihre Eltern sich leisten können. Noch fehlt dort aber einiges, so dass die Betreuer sich alles Mögliche zur Beschäftigung einfallen lassen müssen. Hier jagt ein Junge einem anderen eine leere Wasserflasche ab, dort wird eine Art Völkerball probiert und auch das Kästchenhüpfen mit in den Sand gezogenen Linien erfreut sich einiger Beliebtheit.“
Junge Frauen und Mädchen besuchen in dem Zentrum Kurse fürs Schneidern und das Frisörhandwerk. Für das Schneidern konnten einstweilen Nähmaschinen geliehen werden, aber da diese irgendwann zurückgegeben werden müssen, sollen bald andere gekauft werden. „Die Plastikköpfe, an denen das Frisieren geübt wird, reichen auch noch nicht ganz aus, aber auch hier ist die Nachfrage einfach größer als die Mittel es zurzeit zulassen“, erläutert Diop.
Nachmittags kommen diejenigen Mädchen, die vormittags an den Kursen teilnehmen, um nachzuholen, was sie in früheren Jahren in der Schule „verpasst“ haben. „Bei einigen sind die Defizite so groß, dass es bei der Ausübung des Handwerks zu Problemen kommen würde, wie soll man einen Stoff zuschneiden oder eine Rechnung stellen, wenn dazu die Mathematikkenntnisse einfach nicht ausreichen“, sagt Diop. Für acht Mädchen finde eine Vorbereitung auf den Schulabschluss statt. Eingerichtet wurde zudem eine Bibliothek. „Hier fehlen allerdings noch wichtige Bücher, vor allem auch afrikanische Autoren und weitere Unterrichtsbücher.“
