Sanierung einer Favelaschule
Porto Allegre – Brasilien
Mit dem Bau einer Mauer an einer Grund- und Gesamtschule im Süden Brasiliens sorgte HelpAlliance für mehr Sicherheit und trug mit der Renovierung des maroden Schuldachs zum Erhalt der Bausubstanz bei.

Die Grund- und Gesamtschule Profa. Marina Martins de Souza liegt im Süden der Stadt Porto Allegre. Die Schule hat 460 Schüler, die auf zwei Gruppen in Vor- und Nachmittagsunterricht aufgeteilt sind. 70% der Schüler leben in dem angrenzenden Armenviertel.
Die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen können von den brasilianischen Schulbehörden nicht übernommen werden. Das Geld ist gerade ausreichend für das Gehalt der Lehrer – für Lehrmittel müssen die Eltern aufkommen. Doch bei vielen Schülern lässt es die finanzielle Situation nicht zu und die Kinder sind durch fehlende Lehrmittel im Unterricht benachteiligt. Um diese Missstände zu ändern ist der Verein Stern des Südens e.V. angetreten, den die HelpAlliance dabei finanziell unterstützt.
Zwischen 2007 und 2009 konnten umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der Schule durchgeführt werden. In einem ersten Schritt bekam die Schule eine Einfriedungsmauer, nach deren Fertigstellung die Kinder jetzt sicher vor Überfällen sind. In einem weiteren Schritt wurden das undichte Dach und die defekten Fenster repariert und die Innenräume komplett saniert. Stromkabel liegen nicht mehr ungesichert herum und für behinderte Kinder gibt es einen barrierefreien Zugang zu den Schulräumen. Besonders glücklich sind Schüler und Lehrer über die Sanierung des Sportplatzes, zu der die Eltern mit beigetragen haben.
Nachdem nun die Rahmenbedingungen geschaffen sind, soll in einem nächsten Schritt die Ausbildung der Schüler verbessert werden. Wichtig für diese Kinder sind Unterrichtsangebote, die sie fit für die Berufswelt machen, damit der Kreislauf der Armut in den Favelas durchbrochen wird und sie am Ende ihrer Schulzeit nicht von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Wichtig sind hier vor allem Mathematik- und PC-Kurse mit entsprechender schulischer Ausstattung, wie Lernmaterialien und Fachlehrern. Geplant ist ebenso eine Berufsvorbereitung, die ein Bewerbungstraining und Praktika bei einheimischen Handwerkern vorsieht.


